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Freiheit (19. August 2008)

Lange ist es her, dass ich etwas geschrieben habe. Grund war nicht nur die wenige Zeit, sondern dass auch etwas neues in der Pipeline ist. Freiheit, das habe ich genutzt, passender Song.

Zum neuen Song, den Curse bringt. Er wird immer wieder an seinen Vorgängern gemessen werden. Sein Album “Von Innen Nach Aussen” ist so etwas wie das “Illmatic” von Nas für die Fans. Hat mich über die schwärzeste Zeit meines Lebens gebracht, meine Sicht der Dinge stark geprägt. Allerdings halte ich mich ungern an der Vergangenheit fest, sondern sehe, was jetzt kommt. “Freiheit” ist interessant, hat einen guten Text, aber musikalisch überzeugt es mich nicht ganz. Zu wenig Feuer im Hinter für den Titeltrack, zu wenig Überlebenskampf, was er nur in einigen Zeilen anbricht.

Dennoch, ich bin verdammt gespannt auf das Album. Soll einige Überraschungen beinhalten.

Cosita Buena (1. July 2008)

Orishas

Die Funkstille ist gebrochen (auch wenn meine Seele noch still ist) und was gibt es nicht besseres als feurige Musik im Sommer? Durch Zufall bin ich auf das neue Album von Orishas gestoßen. Orishas? Die haben damals vor 10 Jahren neben Buena Vista Social Club einen Boom für kubanische Musik ausgelöst. Ich folge ihnen seit ihrem Erstlingswerk “Al Lo Cubano” und begeistere mich für ihre Musik: Latin Hop, eine Mischung aus Salsa, Son, Bolero und Hip Hop.

Die neu Single von Orishas, “Bruja” (spanisch “Hexe”) gefällt mir nicht ganz so gut, transportiert aber den Klang für diese Jahreszeit.

Video wird auf manche ziemlich verrückt wirken. Es ist eine Hommage an den Exploitation-Film “Faster, Pussycat! Kill! Kill!” aus dem Jahre 1965. Muss Leuten aus meiner Generation nichts sagen, ist auch kein niveauvoller Film.

Das neue Album von Orishas “Cosita Bueno” ist seit kurzem auf den Markt. Gleich zu Anfang muss ich feststellen, dass es nicht ganz so treibend ist wie seine Vorgänger. Die Gruppe geht die Sache ruhiger an, ist mehr im Hip Hop-Bereich und dem sanften Latin-Sound. Die Raps können mich seit dem Weggang von Flaco Pro (Gründungsmitglied und Miterfinder des Latin Hops) nicht begeistern, einzig der Sänger Roldàn veredelt die Platte erheblich. Für mich noch immer einer der größten Talente, wunderbare Stimme.

Das heißt ganz sicher nicht, dass die Platte schlecht ist, keineswegs. Gerade die, die bisher noch nie etwas von den Orishas gehört haben und sich für lateinamerikanische Musik begeistern, werden frische Töne erleben. Est fällt nur auf, dass sie nicht mehr ganz so wild sie wie auf den Vorgängeralben, besonders “Emigrante” und “Al Lo Cubano”. Ich bin mehr Tanguero als Salsa-Tänzer, schätze dennoch diese Rhythmen natürlich sehr.

Wie soll ich sagen: Vor dem Kauf anhören, über seinen Tellerrand schauen und kaufen.

Funkstille (24. June 2008)

Aufgrund der aktuellen Umstände und persönlichen Entwicklungen werde ich etwas Abstand von den Dingen nehmen. Um meine Person und diesen Blog wird es erstmal ruhig werden.

A Dios.

Verwelkte Zeilen (17. June 2008)

Der Eintrag “Nichts sein und nichts lieben” hat ziemliche Reaktionen ausgelöst, die alle in die selbe Kerbe geschlagen haben.

Um meine missliche Lage, zumindest für mich, etwas besser zu erläutern, habe ich etwas aus vergangenen Jahren gefunden. Ein Relikt, dass schon mehr als 4 Jahre alt ist. Aus Zeiten stammt, in denen meine Gedanken den heutigen nicht ähnlich waren. Zu betonen ist, dass es hier weniger um die Liebe zwischen Menschen geht, sondern die gesamte Lebensausrichtung und -verwirklichung.

Es ist ein Brief, der in meinem Tagebuch liegt, den ich seit langer Zeit nicht mehr gelesen habe.

Liebe,

nicht mehr als ein naiver Traum meiner Seele scheinst du zu sein… Fern vom Herzen, habe ich dich nur in Gedanken, während mein Herz in eine andere Richtung schlägt… mich schlägt…

Dachte ich in Vergangenheit, deinen sanften, wohligen Dunst zu spüren… ja deine Anwesenheit zu wissen, weiß ich heute, dass du nur einfältige Illusion warst.

Vielleicht bin ich fähig, den Duft zu wittern… Ist dieser letztlich nicht mehr als ein Splitter, eine Facette, die kümmerlich dich mir näher brint. Für einen herrenlosen Hund wie mich mehr als erhofft, mehr als je erwartet. Vielleicht bin ich nicht fähig, nicht bereit, dich in meiner Brust zu tragen, zu großartig für mich unschlüssigen Seelenstreicher bist du.

Aufgeben werde ich niemals, denn selbst deine kurze Visite hat mich aufleben lassen, all den Staub vom Spiegel genommen.

Ich kann die Einsamkeit etragen, war sie mir immer ähnlich und guter Leidensgenosser. Es reicht vollkommen, dich in kürzen Schuben zu spüren, die fern ab vom Trieb sind.

Mag ich deine menschliche Form nicht gesehen habe, so glaube ich daran. Die Momente, die du in mir schwängerst, sind Grund genug für mein Hoffen, mein Wille nach dir zu streben. Insha’Allah, eines Tages, werden meine Lippen die deinigen fühlen.

Doch solltest du mich auf ewig verlassen… ehe du gehst… nimm meinen Körper mit dir…

xxx

José David

Der Träumer

Kein Geheimnis mehr, dass ich ein großer Verehrer von Jazz, Soul und Hip Hop bin. Die Fusion dieser Richtungen schafft dann für mich ein ganz neues Erlebnis, the best of both worlds.

Gestern kurz bei ARTE gesehen, kaum etwas gehört, aber nach diesen wenigen Tönen wusste ich: Das ist genau mein Ding. Das birgt es wieder in sich, das beste vom besten.

Von wem ist die Rede? José James mit seinem Album “The Dreamer”. Das Album ist bereits seit Anfang des Jahres auf dem Markt, aber da José James noch ein junges Talent ist, ging es an mir spurlos vorbei.

Mehr Jazz als der Rest, schafft seine Stimme es perfekt, sich dieser Mixtur anzupassen. Der Rhythmus spielt eine entscheidende Rolle, schlägt Loopings. Und gerade die, die Jazz als Opi-Mucke abschreiben, werden sich hier etwas anderes belehren lassen. Jose James haucht dem angestaubten Genres (sowohl Hip Hop als auch Jazz als auch Soul) neues Leben ein. Und nicht nur denen, denn wenn sich für die Produktionen auch Künstler wie Bassment Jaxx oder auch Flying Lotus eine Rolle spielen, sind noch ganz andere Musikrichtungen involviert.

Aus José James wird noch ein ganz großer Künstler, da bin ich mir sicher. Wunderbare Musik mit einer unglaublichen Coolness, die transportiert wird. Vergangenheit und Zukunft in einem, bildet eine neue Gegenwart.

Haut und Knochen (14. June 2008)

Vor längerer Zeit habe ich Big Dog präsentiert, dieser seltsame Roboteresel, der sich wie ein Tier bewegt.

Was BMW jetzt präsentiert, ist auch eine neue Entwicklung, die zwar wunderschön, aber auch irgendwie fremd ist.

Die Reste ist von GINA light (Geometrie und Funktionen in N-facher Ausprägung), eine Designstudie. Eigentlich schon 7 Jahre alt (man glaubt es kaum ) und basierend auf dem Chassis des BMW Z8, wird es jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

BMW Gina Light

Das Bild lässt schon erahnen, was hier neu ist: Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen, deren Gehäuse aus Metallen bestehen, handelt es sich hier um ein Spezialgewebe, ähnlich unserer Haut. Die Scheinwerfer zum Beispiel verbergen sich unter richtigen Lidern, von einer Motorhaube ist nicht mehr zu sprechen. Auch im Innenraum geht es ähnlich zu, denn erst wenn der Fahrer Platz genommen hat, formen sich die Sitze aus.

Einfach das Video ansehen, schlichtweg beeindruckend.


Der neue BMW Z9, der 2009 erscheinen wird, wird bereits einige Elemente dieses Konzepts in sich tragen. Die flexible Haut gehört nicht dazu. Wie lange das wohl noch Zukunftsmusik bleiben wird?

Viel Lärm um nichts (13. June 2008)

Wirklich Ökostrom?

Lichtblick, der größte Ökostrom-Anbieter in Deutschland, muss derzeit Schelte einstecken.

Der Grund dafür ist, dass Lichtblick damit wirbt, mit hundertprozentigem Ökostrom zu versorgen. Das stimmt aber nicht ganz, denn aufgrund kurzfristiger Abweichungen zwischen Stromprognose und tatsächlichen Verbrauch, muss Lichtblick “grauen” Strom über de Energiebörse dazu kaufen. Um Graustrom handelt es sich, wenn die Herkunft und Erzeugung des Stroms nicht eindeutig ist.

Laut Lichtblick handelt es sich um einen Anteil von etwa 0,5 Prozent. Das ist meiner Meinung nach nicht wirklich viel. Sicherlich hätte diese Tatsache nicht verschwiegen würde, das Medienecho ist aber viel zu groß und der Sache nicht angemessen.

Die negativen Folgen sind nämlich, dass die Verbraucher verunsichert und enttäuscht werden. Manche werden sich darin bestätigt fühlen, dass das mit dem Ökostrom nur eine Floskel ist und der Gewinnmaximierung dient. Der innere Schweinehund freut sich, man bleibt beim alten Anbieter, der möglicherweise auf Kohle- und Atomstrom setzt.

Scheinbar ist auch nicht allen klar, dass aus der Steckdose kein grüner Strom fließt, nur weil man sich für Ökostrom entschiedet hat. Viel mehr muss man sich den Stromverbrauch in Deutschland wie einen großen Pool vorstellen, in dem sich alle Energiearten (Atomenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Steinkohle, Kraft-Wärme-Kopplung) befinden. Wenn man sich also für einen Ökostrom-Anbieter oder einen Ökostrom-Tarif entscheidet, steigt der Anteil an regenerativer Energie innerhalb dieses Pools.

Für einen direkten Bezug von grünen Strom müsste man eine direkte Leitung zu einem entsprechenden Kraftwerk haben. Hinzu kommt, dass Wasserkraft, die bei den meisten Ökostrom-Anbietern den größten Anteil ausmacht, aus dem Ausland (Norwegen, Österreich, Dänemark) stammt. Die benötigten Mengen könnte man allein mit deutschen Wasserkraftwerken derzeit gar nicht decken.

Ich sehe daher die Wahl für Ökostrom mehr als eine energiepolitische Entscheidung, um deutlich zu machen, für welche Versorgungsart sich die Konsumenten aussprechen. Im bundesdeutschen Durchschnitt machen regenerative Energien gerade einmal weniger als 13 Prozent aus. In Anbetracht des Klimawandels alles andere als ausreichend. Allerdings: Die 0,5 Prozent von Lichtblick werden überbetont, die im Vergleich zu generellen 87,1 Prozent marginal sind.

Bundesdeutscher Strommix 2006

Lichtblick spricht davon, dass Zukäufe von Graustrom aufgrund von unvorhersehbaren Entwicklungen unvermeidbar sind. Greenpeace Energy und EWS (Energiewerke Schönau), zwei weitere Anbieter von Ökostrom, widersprechen dieser Aussage. Diese decken derartigen Bedarf über direkte Lieferverträge mit Ökokraftwerken. Diese Zukäufe müssen aber kurzfristig und daher zu höheren Kosten erfolgen, was in der Kalkulation berücksichtigt werden muss und auf den Verkaufspreis umgelegt wird.

Diese Berichterstattung ist nicht gerade förderlich für das Image von Ökostrom und für mich viel Lärm um nichts. Bereits Anfang des Jahres gab es einen großen Skandal, weil einige Energieversorger dank RECS-Zertifikate ihren schmutzigen Strom als Ökostrom verkaufen können. Die gesamte Branche wurde verdächtigt, sich solcher Mittel zu bedienen. Übrigens kann diese Vorgehensweise nur deshalb funktionieren, weil die Nachfrage nach regenerativ erzeugtem Strom so gering ist, dass die Zertifikate günstig erworben werden können. Schuldig daran sind nicht zuletzt die Kunden selbst.

NERD - Seeing Sounds (10. June 2008)

Krasse Übergänge, schiefer Gesang - klingt nach schlechter Musik? Nicht bei NERD, wenn sie Rock, Funk, Hip Hop, Jazz und R’N'B in einen Topf werfen. Ein bunter Mix aus der Vergangenheit, prince-hafte Anleihen hier und da. NERD macht keine schlechte Musik, sondern schafft eine Form von Pop, vor man sich nicht schämen muss.

Was schon auf den Vorgängern funktioniert hat, wird hier in neuer Variation fortgesetzt. Jeder Titel gefällt mir einfach, schon allein wegen der Unterschiedlichkeit. Ob Rock in “Happy”, Electro bei “Everyone Nose” oder Jazz-Anleihen bei “Yeah You”, es sollte für viele Geschmäcker etwas dabei sein.

Bei einem waren sie meiner Meinung nach nicht konsequent: Der Titel “Seeing Sounds” verspricht ein Erlebnis der besonderen Form: Die Synästhesie bedeutet, dass unterschiedliche Sinnesreize gemeinsam wahr genommen werden (z. B. Farben und Töne). Um diese psychedelische Wirkung zu entwickeln, hätten die Übergänge krasser, die einzelnen Sounds weniger eingängig sein müssen. Das wäre dann aber nicht mehr NERD gewesen, sondern was ganz anderes.

Leider gibt es etwas, was mich massiv stört. Vorweg: Ich erwarte keine Vorträge über Quantenphysik. Doch textlich geht das Album kaum über Liebesgeschichten hinaus, ähnlich wie bei Pharrells Soloalbum. Für ein Album mit diesem Sound, hätte ich mir zumindest in dieser Hinsicht mehr erwartet. Das wäre dann aber nicht mehr NERD gewesen, sondern was ganz anderes.

Fazit: Klare Kaufempfehlung, eines der großen Alben in diesem Jahr. Auch, wenn in Sachen Inhalt nicht viel rüber kommt.

iPhone 3G: Wenig Innovation, dafür günstiger. (9. June 2008)

Neben der EM gibt es dieser Tage noch ein anderes großes Thema. Auf der WWDC ‘08 hat Steve Jobs das neue iPhone 3G präsentiert.

iPhone 3G iPhone 3G iPhone 3G

Aus welchem Gründen auch immer gab es im Vorfeld bereits Screenshots davon, weshalb die Überraschung für mich nicht ganz so groß war.

Der Preis wird dieses Mal günstiger ausfallen: 199 Dollar für die 8 GB-Variante und für 299 Dollar die 16 GB-Variante. Weltweit soll der Preis gelten - mal sehen, was nach der Euro-Umrechnung übrig bleibt.

Die große Überraschung ist es meiner Meinung nach nicht, denn viel neues wird nicht geboten. Klar, die Datenübertragung ist schneller, dafür aber nur die Hälfte an Standby- und Gesprächszeit (300 bzw. 5 Stunden).

Lang ersehnt und und ein logischer Schritt ist der neue App Store, der einem eine Vielzahl neuer Programm bieten. Das Upgrade dafür, welches noch weiteres Dinge mit sich bringt, ist für das iPhone ist kostenlos. IPod Touch-Besitzer wie ich werden 9,95 Dollar für das Update berappen müssen. Neben kostenpflichtiger Software soll es auch kostenlose geben.

Kurz erwähnt wurde das neue OSX mit dem Namen “Snow Leopard”, eine Sache auf die ich wirklich gespannt bin. Leide wurde wirklich nur der Name erwähnt.

Mal sehen, was es nächstes Jahr für ein iPhone geben wird. Viele hatten sind eine neue Evolution gewünscht, viele wird der günstige Preis auch freuen.

Although it seems heaven-sent, we ain’t ready to have a black president. (7. June 2008)

Barrack Obama

Passend zu der Meldung: Obama erklärt sich zum Sieger, der Track “Black President” von Nas.

Die Zeile “Although it seems heaven-sent, we ain’t ready to have a black president” stammt übrigens aus 2Pacs I Wonder If Heaven Got A Ghetto. Aufgenommen etwa im Jahre 1994, erschien es 1997 nach seinem Tod. Im Jahre 2008 sollte die USA bereit für einen schwarzen Präsidenten sein.

Starker Track. Ich bin inzwischen sehr gespannt auf das neue Album “Nas”, welches am 1. Juli erscheint.

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