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The lifesaver is dead. (21. April 2010)

Meine Augen schon schwer, genau wie der heutige Tag, wollte ich schon den Cousin des Todes einlassen, als ich bei Twitter folgendes erfahren habe: Guru ist gestern an einem Krebsleiden gestorben.

Der ein oder andere hatte es vielleicht mitbekommen: Ende Februar erlitt Guru einen Herzinfarkt und lag im Koma. Die ganze Welt bangte um ihn, keiner wusste genaueres. MC Solaar, sein langjähriger Freund und Rapper aus Frankreich, verkündete aber bereits Anfang März, dass Guru nach einer Operation wieder auf dem Weg der Besserung sei. Für mich Entwarnung.

Und heute erfahre ich um diese Uhrzeit, dass Guru tot ist. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, viel zu viel geht mir durch den Kopf. Gestern ging er von uns, nach einem langen Kampf erlag er dem Krebs.

Besonders stark beeinflusst hat mich Jazzmatazz, sein Jazzprojekt, in dem namenhafte Jazzmusiker mit Hip Hoppern eine Fusion in Richtung Jazz-Rap schuf. Wochenlange lief das erste Album Jazzmatazz Vol. 1 bei mir, noch heute sind die Tracks teil meiner Playlist und werden regelmäßig gespielt.

Vielen sollte aber mehr die legendäre Formation GangStarr aus ihm und DJ Premier ein Begriff sein, zuletzt das Album “The Ownerz” aus dem Jahre 2003, welches selbstverständlich auch bei mir lang und oft gespielt wurde.

Mit Guru verbindet mich ein besonderer Moment: Der Tag, an dem meine Katze starb. An diesem Tag höre ich Gurus “Lifesaver” – wenn ich es heute spiele, lässt es die Emotionen von damals aufleben.

Dafür reicht es schon, sich die ersten gesprochenen Worte anzuhören, Emotionen wiedergeboren, Tode wieder gestorben.

“Is this really the end or is it a new beginning? A new reality?”

Mit jungen 43 Jahren bist du von uns gegangen. Jetzt wirst du die diese Frage beantworten können. Ruhe in Frieden, mein muslimischer Bruder.

Siedebar