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Nas und “Nigger” (19. October 2007)

Nas, einer der bekanntesten Rapper weltweit, veröffentlich noch dieses Jahr sein neuntes Album mit dem Titel “Nigger”. Dementierte sein Label Def Jam, dass ein Album mit dem Titel “Nigga” in der Pipeline sei, meldet sich Mr. Jones nun selbst zu Wort:

“I wanna make the word easy on muthafuckas’ ears. You see how white boys ain’t mad at ‘cracker’ ’cause it don’t have the same [sting] as ‘nigger’? I want ‘nigger’ to have less meaning [than] ‘cracker.’ With all the bullshit that’s going on in the world, racism is at its peak. I wanna do the shit that’s not being done. I wanna be the artist who ain’t out. I wanna make the music I wanna hear. [...] We’re taking power from the word. No disrespect to none of them who were part of the civil-rights movement, but some of my niggas in the streets don’t know who [civil-rights activist] Medgar Evers was. I love Medgar Evers, but some of the niggas in the streets don’t know Medgar Evers, they know who Nas is. And to my older people who don’t now who Nas is and who don’t know what a street disciple is, stay outta this muthafuckin’ conversation. We’ll talk to you when we’re ready. Right now, we’re on a whole new movement. We’re taking power from that word.”

Quelle: mtv.com

Eines, das stimmt: Rassismus ist nach wie vor ein aktuelles Thema, egal ob hier oder den USA. Der Begriff “Nigger” verliert aber nicht an Schärfe und Ausdruck, wenn man sich selbst damit betitelt - ob negativ oder positiv. Tupac Shakur hat es mit diesen Zeilen aus “When Thugz Cry” zum Ausdruck gebracht:

“We went from brothers and sisters, to niggaz and bitches
We went from welfare living, to world-wide riches”

Es geht mir nicht darum, micht als Aktivist zu profilieren, aber ich glaube, wenn ich zu Nas gehen würde und ihn mit: “Yo Nigga, what’s crackin’?” ansprechen würde, hätte das mehr als nur einen faden Beigeschmack. Der Begriff entstammt nicht Schwarzen, sondern hat einen rassistischen Hintergrund, geprägt von der Sklaverei. Es waren mutige Menschen , besonders populär sind hier Malcolm X und Martin Luther King, die sich für die Rechte ihrer Mitmenschen eingesetzt haben und ihr Leben auf’s Spiel gesetzt haben, dass dieser Begriff aus dem Alltag verschwindet. Dessen ist sich Nas sicherlich bewusst, um so mehr verwundert mich sein Versuch, mit diesem Albumtitel eine neue Bewegung zu starten. “Stay outta this muthafuckin’ conversation” - sucht er damit street credibility oder was soll das für eine Rhetorik sein?

Übrigens: Produziert wird u. a. von Diddy und Jermaine Dupri, von Premo fehlt erneut jede Spur - spricht das vielleicht schon für die Qualität des Albums? Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, finde ich den Albumtitel verdammt unglücklich gewählt.

Im Anbetracht der Diskussion stimmt vielleicht einige Bill Cosbys Auftritt bei Oprah Winfrey nachdenklich…

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