Juhu (29. February 2008)
Ich bin inzwischen seit längerer Zeit ein reger Nutzer von Jaiku. Und für alle, die ebenso begeistert von diesem Dienst sind und stolzer Besitzer eines Macs sind, empfehle ich das Programm Juhu, um seine Streams auf einen Blick zu haben.

Download auf http://juhu-mac.blogspot.com
Come Close
Hier passt einfach alles: Perfekter Rap von Common. passender Gesang con Mary J. Blige, unglaublicher Beat von The Neptunes und ein verträumtes Video.
I want to build a tribe with you
Protect and provide for you
Truth is I can’t hide from you
The pimp in me
May have to die with you
Final Fantasy VII auf dem NES (28. February 2008)
Final Fantasy VII ist für viele (mich eingeschlossen) eines der größten RPGs. Es hat Maßstäbe gesetzt, allein die Render-Sequenzen auf der PSX waren damals was ganz neues.
Auf dem NES vorstellbar? Nein? Die Shenzhen Nanjing Technology Co. Ltd. aus China, heute Hersteller von MP3-Playern, macht das unmögliche möglich:

Bewegte Bilder gibt es davon auch. Wer jetzt glaubt, es kann mit dem Original mithalten, der täuscht sich. Aufgrund der Catride-Größe und sonstigen technischen Beschränkungen wurde auf sehr vieles verzichtet, es gibt keine Limit-Breaks, keine Highwind, keine Chocobos und es fehlen einige Szenen. Sowieso wurde vieles aus Final Fantasy I und II gerippt.
Estelle feat. Kanye West - American Boy (Video) (27. February 2008)
Toller Song, produziert von Will.I.Am. Estelle ist eine britische Sängerin, ich hoffe mit Kanyeeze schafft Sie den Durchbruch.
Über das Video selbst kann man sich streiten, bei diesem Beat hätte es farbenfroher sein können.
Liebe mit Matt Damon und Ben Affleck (26. February 2008)
Jimmy Kimmel ist ein US-amerikanischer Talkshow-Host á la Harald Schmitt und Stefan Raab.
Seine Freundin (?), Sarah Silverman, eine US-amerikanische Komödiantin, hat ihm am 31. Januar 2008 ein Geständnis gemacht - aber seht selbst.
Das Video ist wirklich der Hammer, besonders Matts Performance hat mich umgehauen (wenn er tanzend in der Küche kommt, die Breakdance-Szene).
Kimmel hat sich das natürlich nicht bieten lassen und seine Affäre ans Licht gebracht, gemeinsam mit einigen anderen Prominenten.
I don’t see nothing wrong… (22. February 2008)
… with a little bump and grind…
Wer mich gut kennt, der kennt auch diese Lieblingsphrase, kombiniert mit einer anzüglichen Bewegung. Zurückzuführen ist es auf das großartige Lied “Bump ‘n Grind” von R. Kelly.
Seit er die Club-Schiene fährt, hat die Qualität seiner Lieder merklich nachgelassen. Aber Anfang der Neunziger hat er wirklich Meisterwerke geschaffen, die er vorwiegend selbst geschrieben, produziert und arrangiert hat.
Besonders gefällt mir seiner Art und Weise Geschichten zu erzählen, etwa die Songs mit Mr. Biggs von den Isley Brothers. Seinen Höhepunkt fand das in der Hip Hopera “Trapped In The Closet”, die ich an dieser Stelle jedem wärmstens empfehlen kann.
Kanye West feat. Dwele - Flashing Lights (Video) (19. February 2008)
Kanye Wests neues Video zu “Flashing Lights” (feat. Dwele). Co-Regie führte Spike Jonze (”Being John Malkovich”)
Dieses Musikvideo, bei dem es sich nicht um einen Teaser oder ähnliches handelt, hinterlässt viele Fragen bei mir. Ich kann die Message zum Teil deuten, aber nicht komplett.
Kanye West selbst zu dem Video: “Every piece of the video is me, what I represent now,” he said.
Die Protagonistin aus dem Video, Playmate Rita G, verteidigt den Clip:
“This video will go over a lot of people’s heads -and it’s supposed to. I think it’s great that it does. Because Kanye is just on another level; he’s ahead of his time, in a sense. So all the third-graders who come home from school and want to watch videos and snap their fingers and all that, they’re probably gonna think, ‘That video is wack, but that chick got a fat a–.’ And that’s fine. But people in higher positions, they’re gonna see something different. They’re gonna get it, people who are thinkers.”
Spanischer Stimmenfang (18. February 2008)

Was das ist? Das Logo der PSOE, die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei (Partido Socialista Obrero Español). Warum das Bild? In Spanien tobt der Wahlkampf: Am 9. März diesen Jahres ist es soweit und ich habe mich (fast) entschieden.
Auch wenn ich fernab meiner Heimat lebe, nehme ich als spanischer Staatsbürger an den Wahlen teil. Das hier stellt kein politisches Outing da, denn der große Sozialist bin ich überhaupt nicht. Doch warum soll ich meine Stimme nicht nutzen, wenn mir das Programm der PSOE zusagt?
Der amtierende Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
betreibt eine moderne Politik: Gleichberechtigungen für Frauen, sozialen Reformen (Rückzahlungen in Höhe von 400 Euro, Mietzuschuss für Erstwohnungen) und ein guter Europakurs.
Nach dem Abtreibungsskandal in Barcelona (Abtreibungen in späten Schwangerschaftswochen) erhoffe ich mir ebenfalls eine Reform des restriktiven Abtreibungsgesetzes. Wenn ich mich recht entsinne, war das schon in der ersten Amtszeit Zapateros geplant. Das scheint ihm aber, aufgrund der Widerstände zur Einführung der Homo-Ehen, zu brisant zu sein.
Auch wenn Mariano Rajoy, Spitzenkandidat des konservativen Partido Popular (PP), in meiner Heimatstadt Santiago de Compostela geboren ist, kann ich mich mit ihm und seinen Reden überhaupt nicht anfreunden. Er fährt in Sachen Ausländerpolitik die selbe Linie wie Roland Koch und Nicolas Sarkozy: Ausländer sollen spanisch lernen und sich anpassen, das Kopftuch-Verbot prüft man auch gleich mit. Grundsätzlich sollte Spanien seine Ausländerpolitik überarbeiten, denn in den letzten Jahren wurden viele Immigranten aufgenommen. Wie genau muss man sich aber diesen Integrationsvertrag vorstellen?
Eine Reform der Strafgesetzbuches will er, der Rajoy. Senkung der Strafmündigkeit bei Jugendlichen in besonders schweren Fällen. Erhöhung der Sicherheit in den Städten durch mehr Polizeieinsatz. Rajoy war von 2001 bis 2004 Innenminister Spaniens. Während dieser Zeit wurden viele Polizisten aus ihrem Dienst entlassen, nach 2004 ist eine Abnahme der Morde und Totschläge zu verzeichnen.
Populismus ist das in meinen Augen. Jüngste Umfragen haben ergeben, dass in Spanien jeder Zweite Angst vor Terror und Krieg hat. Da ist es klar, welche Themen von Rajoy bevorzugt werden. Nach der schlechten Informationspolitik zu den Madrider Anschlägen om 11. März 2004 (11-M) und der Beteiligung am Irakkrieg kann man mich dafür nicht erwärmen.
Aber hey: Das Weihnachtsvideo war ganz nett (lag an der Musik).
Als Klimakämpfer Al Gore seinen Film “Eine unbequeme Wahrheit” auf Mallorca vorgestellt hat, meinte Rajoy bezugnehmend auf seinen Cousin, einem Physiker noch, dass Klimaschutz nicht das wichtigste Thema der Welt sei. Als das PSOE ankündigte, man wolle 50 Millionen Bäume pflanzen, schoss das PP hinterher, man wolle sogar 500 Millionen Bäume pflanzen. Neben der Frage, wie das in 4 Jahren bewerkstelligt werden will: Bei diesen Worten sollte man sich vor Augen halten, dass Spanien unter José Maria Aznar die schlechteste Klimabilanz der Europäischen Union hatte.
Am 25. Februar 2008 und am 3. März 2008 soll es ein TV-Duell geben, dass jeweils 90 Minuten dauern wird. Ich hoffe, das in Deutschland ebenfalls sehen zu können. Ich bin an solchen Debatten immer interessiert.
Zurück in die Steinzeit (16. February 2008)
Ich weiß nicht, ob ich als Besitzer eines HD-Fernsehers und -receivers darüber weinen soll, denn die deutsche Fernsehlandschaft hat sowieso kaum etwas zu bieten. Andererseits ist es wieder ein herber Rückschlag, was die ProSiebenSat.1-Gruppe da verkündet:
“Die HDTV-Nutzung in Deutschland hat sich seit dem Sendestart der beiden hochauflösenden Kanäle im Oktober 2005 nicht wie erhofft entwickelt - bislang sind nur circa 150.000 TV-Haushalte in der Lage, Sat.1 und ProSieben in HD-Qualität zu empfangen.”
Zack, eingestampft, seit heute gibt’s kein ProSieben HD und Sat.1 HD mehr. Damit fallen die einzigen Free-TV-Sender in Deutschland, die in HD gesendet haben, weg.
Grundsätzlich geht’s mir jetzt nicht um das HD. Eigentlich kam es in erster Linie nur bei Blockbustern und manch einer Serie wirklich zur Geltung. Doch es ist ein technischer Rückschritt, nachdem es im Fernsehen schon seit Jahren einen kulturellen Rückgang gibt.
Gut, ich bin vielleicht in mancherlei Hinsicht sehr anspruchsvoll, doch was da teilweise erfolgreich versendet wird (Talkshows, Gerichtssendungen, Reality-Quatsch, Castingshows, …) lässt mich stark am Geschmack der Zuschauer zweifeln. Während so eine starke Serie wie “Lost” auf ProSieben um seinen Sendeplatz bangt, fährt die vierte Staffel in den USA sehr gute Zuschauerzahlen.
Na ja, bleibt zu hoffen, dass die öffentlichen rechtlichen bald auf HD setzen. Denn wenn man sich mal die Demo-Sender ansieht, staunt man nicht schlecht über die scharfen Bilder.
Die ProSiebenSat.1-Gruppe setzt jetzt erstmal auf 16:9 - das sollte schon vor Jahren Standard sein…
Kanye West - Stronger (Live) (12. February 2008)
“Stronger” passt nicht nur zum aktuellen Gefühl, sondern ist auch noch aktuell: Kanyes Grammy-Performance vom Wochenende. Der Herr hat verdienterweise 4 Grammys abgeräumt.
