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Kanyeeze: Zwei Tracks von Graduation (18. August 2007)

Kanye West präsentiert uns in einer Radioshow zwei Tracks vom neuen Album.

Woah, “Big Brother” hat einen monströsen Beat. Bin ich gespannt auf “Graduation”!

Auf sohh.com habe ich das hier gefunden, auch sehr interesssant die Meinung einiger Musik-Größen.


Recht hat Pitbull mit seiner Aussage.

Abseits von Sushi

Wie bereits angekündigt, war ich gestern gemeinsam mit den üblichen Verdächtigen auswärts essen. Eigentlich hatten wir vor, etwas bei MoschMosch zu essen, doch leider hatte ich nicht reserviert. Schande über mich, wie blauäugig von mir zu denken, dass in Mainz nichts geht! Da blieb uns nicht anderes übrig, als spontan nach einer Ausweichsmöglichkeit zu suchen.

Fündig geworden sind wir in der Römerpassage: Etwas versteckt obwohl doch so zentral, liegt das Niko Niko Tei, ebenfalls ein japanisches Restaraunt. Die anderen waren etwas skeptisch, wir haben uns dennoch dafür entschieden und wurden alles andere als enttäuscht.

Die Atmosphäre war angenehm, man wurde warm begrüßt. Sehr sympathische Bedienung, die zwar nur englisch gesprochen haben (keine Angst, deutsch haben sie verstanden), doch für uns alle das letzte Problem. Obwohl ich es etwas kann und lerne, kam kein einziges japanisches Wort über meine Lippen. Nicht einmal ein “Domo arigato gozaimasu”, als man das Essen gebracht hat. Nächstes Mal bestimmt und dann die volle Ladung. Wenn’s nicht klappt: “Gomen nasai”.

Die Speisekarte hatte eine große Auswahl an verschiedenen Speisen, nicht bloß Sushi oder Ramen-Suppe. Namen kann ich nicht mehr nennen, auf jeden Fall haben mir meine Garnelen gemundet. Die Vorspeise von Norman (Gemüse-Salat) hatte einen leichten… wie soll man sagen… futuristischen Geschmack. Kaum zu beschreiben, auf jeden Fall lag’s nicht bloß am Sesam. Schade, dass es keine Saba (Makrele) gab, denn ich hätte gerne etwas Fisch gegessen. Obwohl’s mein erster Buch bei einem japanischen Restaurant war, habe ich nicht Sushi gegessen. Das hebe ich mir für nächstes Mal auf. Gemundet hat es mir, wenn mein Hauptgericht etwas eintönig war, lag aber eher an meinen Erwartungen: Obwohl Garnelen drin sind, ist das keine Paella! Zum Nachtisch gab’s Matscha-Eis (Grüntee-Eis), nicht ungewohnt, muss ich sagen. Anders als der Tee, vom dem ich nur mit Honig und Zitrone ein Freund bin.

Ich kann das Niko Niko Tei nur empfehlen, manche Bewertungen sagen sogar, dass es das beste japanische Restaurant in ganz Mainz ist. Die Typ von Stromberg und der von “Zimmer frei” waren auch schon dort. ‘Tschuldigung, Namen kenne ich nicht, ihr wisst wen ich meine.

Hand auf’s Herz: Ich meine, wir hätten sogar unter der Brücke essenkönnen: der Abend wäre dennoch fruchtbar und gut gewesen. Tja, weshalb?Zum einen wegen der Leute, zum anderen wegen dem Projekt, welches wirbesprochen haben und jetzt in Angriff nehmen. Was es ist? Das an eineranderen Stelle. Definitiv was neues, hat nichts mit Musik zu tun.

Fuck hangin’ with them phonies in the clubs (17. August 2007)

Ich habe einen äußert interessanten Artikel im Guardian gefunden:

Nightclubs are hell. What’s cool or fun about a thumping, sweaty dungeon full of posing idiots?

“Clubs are such insufferable dungeons of misery, the inmates have to take mood-altering substances to make their ordeal seem halfway tolerable. This leads them to believe they “enjoy” clubbing. They don’t. No one does. They just enjoy drugs.”

True that, true that.

Der Artikel bringt genau meine Meinung zu Diskotheken und ähnlichen Etablissements auf den Punkt. Ich besuche solche Orte seit längerem nicht mehr, weil sie mich nur traurig stimmen. Für Gleichgesinnte definitiv Pflichtlektüre.

In diesem Sinne: Heute gehe ich erstmal mit Bekannten zum Japaner.

Die virtuelle Welt der Medien (13. August 2007)

Stefan Herre, Chef von P.I. (Link erspare ich mir hier), hat vor längerer Zeit ein Interview mit der Jungen Freiheit geführt (30/07 vom 20. Juli 2007). Dabei ist eine interessante Aussage gefallen: 

“Jeder Leser eines Portals wie PI ist den mächtigen etablierten Medien ein Dorn im Auge, denn unsere Leser erkennen, daß nicht alles, was die Tagesschau berichtet oder der Spiegel schreibt, den Tatsachen entspricht. Inzwischen gilt beinahe schon: ‘Nicht Spiegel-Leser, sondern PI-Leser wissen mehr!’ Demzufolge ist auch mein Leitspruch: ‘Was auch immer die Mainstream-Medien schreiben, nimm einfach das Gegenteil an, dann bist du richtig informiert!’”

Für die Füße, wenn man selbst eine einseitige Berichterstattung pflegt.Es ist richtig, man darf sich nicht nur auf eine Nachrichtenquelle verlassen, sondern muss auch andere nutzen, besonders im internationalen Vergleich fallen immer wieder Unterschiede auf. Blogs, besonders wenn sie von direkt betroffenen stammen, eignen sich auch hervorragend.

In diesem Zusammenhang weise ich auf ein sehr interessantes Interview mit dem sozialistischen Romantiker Delegado Zero (ehemals Subcomandante Marcos), Nachrichtensprecher der EZLN (Ejércisto Zapatista De Liberación Nacional) hin. Im Grunde genommen spricht er die Wahrheit aus, wenn ich mich auch nicht immer mit der Polemik anfreunden kann. Gehört aber wahrscheinlich dazu, bei so einer Ausdrucksstärke.

Man kann nämlich hier und hier sehen, was so alles für Lügen mutmaßliche Fakten die Welt verändern.

Ein gesunder Menschenverstand mit Weitsicht hilft immer.Schade, dass es daran so vielen Menschen fehlt.

Hezekiah: Looking Up feat. Bilal (12. August 2007)

Hezekiah, Rapper und Produzent aus Philadelphia, steht schon mit seinem nächsten Album ”I Predict A Riot” in den Startlöchern. Sein Erstlingswerk “Hurry Up And Wait” hat mich zum Fan gemacht. Das Video zur ersten Single “Looking Up” mit Bilal kann man sich auf YouTube ansehen:

Das Pressepaket, welches eine Promo-Vesion des Albums enthält, kann man hier downloaden. Ich hab’s mir bisher verkniffen, weil ich mir doch das Album ohne “For promo only”-Einwürfe anhören möchte.

Fatwa gegen Ehrenmorde (11. August 2007)

Und auch hier werden wieder deutliche Signale gesetzt: Sayyed Muhammad Hussein Fadlullah, oberster geistlicher der Hisbollah, spricht sich mit seiner Fatwa gegen Ehrenmorde aus:

“A vicious phenomenon, that of the so called “crimes of honour”, is on the rise in more than one country in the Arab and Muslim worlds, especially in Palestine, Jordan and Lebanon. Some men tend to kill their daughters, sisters, wives and female relatives, under the pretext that they had committed acts that harm chastity and honour.While on the contrary, those men are not enraged when their male relatives commit such acts. As if chastity is a duty that is should be observed by the woman only.In fact, “honor crimes” are based on the male tribal mentality that is still controlling the minds of many people, and not on a sense of honour or dignity.I view “the crime of honour” as a repulsive act, condemned and prohibited by religion. It is also a full crime whose perpetrator must be punished without any commutations. That is because these crimes are committed without any sound evidence from the juristic point of view and are mostly based on suspicions. Hence, the man, whether he was the husband, father, brother, or the male relative does not have the authority to take the law into one’s own hands or to punish the woman, which should be the authority of the just judicial power. Those who commit such crimes must be punished in this life. This crime is also considered a one of the Kabair (severe sins) whose perpetrator deserves to enter Hellfire in the afterlife.“      

Quelle:  http://english.bayynat.org.lb/news%5C01082007.htm 

Ich meine, für Muslime ist das nichts neues. Vielleicht werden einige Islamkritiker erkennen, dass der Islam solche Taten nicht toleriert und auch nicht billigt - überhaupt gar nicht seinen Ursprung im Islam haben, wie eine Studie vom BKA dies belegt. Ehrenmorde sind kein orientalisches Problem, sondern auch in Lateinamerika (Brasilien) oder Italien.

Kriegshandlungen (10. August 2007)

Tanguerrero trastornado; Wortspiel aus Tango (Tanz und Musikrichtung) und Guerrero (span. Kriegsteilnehmer, Soldat), trastornado (span. wirr, verstört).

Ich trage seit längerer Zeit ein Cevşen, einen islamischen Anhänger. Übersetzt aus dem persischen steht das Wort für “gepanzerte Kriegskleidung” und fügt sich in meine Sichtweise des Lebens ein. Im Islam gibt es das Konzept des Dschihads (Al Dschihadu fi sabil illah, “die Anstrengung auf dem Wege Gottes”). Fälschlicherweise wird das Wort in erster Linie mit dem angeblich “Heiligen Krieg” in Verbindung gebracht, den bewaffnenten Kampf gegen Ungläubige. Dschihad gilt als eine der wichtigsten Grundprinzipien im Islam, hat aber in erster Linie nichts mit einer kriegerischen Handlung zu tun. “Dschihad” leitet sich von “dschahada” und heißt “sich bemühen, anstrengen” - das Wort, was militärische Handlungen beschreibt, heißt “qitap”. Das nur als kurze Erläuterung, um zwischen psychischen und physischen Handlungen zu unterscheiden. Genug davon, das hier ist ein seelischer und kein sachlicher Eintrag.

Viele Monate sind in’s Land gegangen, Dinge haben sich gewendet, wie die Jahreszeiten, ein Kommen und Gehen. Abgewechselt haben sich die Stimmungen, ruhige Zeiten, schwere Zeiten. Dennoch, das Ziel ist nicht erreicht, der Status quo ante ist noch in weiter Ferne. Ein Krieg herrscht in meinem Herzen, der nicht mit Waffen bestritten wird; auch nicht am runden Tisch der grauen Krawattenträger. Vielmehr ist er geprägt von einer Sehnsucht, die nur mit inneren Werten ihren Abschied finden wird. Romantik mag für viele mit roten Rosen, Zweisamkeit und Kerzenschein zu tun haben, dabei zeigen uns Romantiker der Zeit, dass es gerade die anderen Dinge sind: Die Blaue Blume, Einsamkeit und Kerzenschein.

Joseph von Eichendorff hat dazu ein wunderbares Gedicht verfasst, “Der Nachtvogel”.

Liegt der Tag rings auf der Lauer,
Blickt so schlau auf Lust und Trauer:
Kann ich mich kaum selbst verstehen.
Laß die Lauscher schlafen gehen!
Nur ein Stündchen unbewacht
Laß in der verschwiegnen Nacht
Mich in deine Augen sehen
Wie in stillen Mondenschein.
In dem Park an der Rotunde,
Wenn es dunkelt, harr ich dein.
Still und fromm will ich ja sein.
Liebste, ach nur eine Stunde! -
Sieh mir nicht so böse drein!
Willst du nie dein Schweigen brechen,
Ewig stumm wie Blumen sein:
O so laß mich das Versprechen
Pflücken dir vom stillen Munde:
Liebste, ach nur eine Stunde.
In dem Park an der Rotunde,
Wenn es dunkelt, harr ich dein.

Und kann ich nicht sein
Mit dir zu zwein,
So will ich, allein,
Der Schwermut mich weihn!

“Und kann ich nicht sein / Mit dir zu zwein / So will ich, allein / Der Schwermut mich weihn” Ja, es ist ein Krieg, nichts anderes. Als wirrer Krieger der ich bin stellt sich die Frage, wer Freund und wer Feind ist. Gibt es überhaupt klare Unterscheidungen oder setzt hier bereits der Kampf ein? Sind meine Fundamente fest genug, meine Panzerung ausreichend? Warum eine Panzerung, ist eine Armee nicht effektiver? Führt mich die Richtung die ich einschlage zum Ziel oder doch nur zum Ende?

Wo bleibt die Zeit zur Selbstreflexion! Jeden Tag auf’s neue gilt es, zu bestehen, zu bestehen, zu bestehen. Wenn wir einen Krieg führen, was sind gute, was sind schlechte Handlungen? Welche Waffen sind erlaubt und welche nicht? Es ist nicht klar, auf welcher Seite wir selbst stehen und wer unser Feind ist. Am Ende werden wir alle verlieren und gewinnen.

Sei’s wie es ist: Selbst als wirrer, taumelnder Soldat bekenne ich mich schuldig für meine Kriegshandlungen. Das Kriegsgericht erwartet mich, ojala.

Und wenn es einst dunkelt,
Der Erd bin ich satt,
Durchs Abendrot funkelt
Eine prächtge Stadt:

Von den goldenen Türmen
Singet der Chor,
Wir aber stürmen
Das himmlische Tor.

Joseph von Eichendorff, “Der Soldat”

Kanye Wests: Cover und Tracklist zu Graduation

Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen auf Kanyes neuestes Werk “Graduation”. Tracks wie “Can’t Tell Me Nothing’” und “Stronger” (Daft Punk lässt grüßen) haben den Heisshunger nur verstärkt. Am 11.09. ist es nun endlich so weit, sein Album tritt den Kampf gegen Mister Fiddy an, der am selben Tag “Curtis” auf den Markt wirft.

Interessiert mich jetzt so gar nicht, die bisherigen Singles haben das nur bestätigt. Bin wirklich gespannt, wer am Ende gewinnt bzw. sich behaupten kann.

 graduation

  1.  Good Morning
  2. Homecoming (feat. Chris Martin)
  3. Stronger
  4. Champion
  5. Good Life (feat. T-Pain)
  6. I Wonder
  7. Even More Broke Phi Broke (Skit)
  8. Can’t Tell Me Nothing
  9. Drunk And Hot Girls
  10. Everything I Am (Scratches by DJ Premier)
  11. Good Night (feat. Mos Def & Al Be)
  12. Big Brother
  13. Graduation (Skit)
  14. The Glory

Gespannt sein kann man auf Mos Def, gleich zwei Tracks mit ihm. Ansonsten kaum Gast-Auftritte anderer MCs. Schade, dass es bei Track 10 nur bei Scratches von Premo blieb, hätte mir einen Beat gewünscht. Fabelhaftes Artwork von Takashi Murakami, nebenbei. 

Eine erste Nachricht (9. August 2007)

Guten Abend meine Damen und Herren!

Nach etlichen Anläufen privater und nichtprivater Blogs über dieses und jenes, starte ich nun wirklich meinen Blog. Es ist schwer, für den Anfang die passenden Wörter zu finden, denn auch wenn mich einige kennen, bedeutet dieser Blog für mich ein Neuanfang. Bisher habe ich kaum bis gar nicht mein Leben thematisiert - nicht, dass man mich falsch versteht: Auch das wird hier nicht passieren. Dennoch werde ich Themenbereiche meines täglichen Lebens durchleuchten und näher bringen. Ich will und kann das noch nicht wirklich konkretisieren, da ich noch nicht weiß, was in den Vordergrund geraten wird. Nur so viel: Islam, neue Medien, Musik, Literatur und aktuelle Themen werden eine Rolle spielen. Entscheidet selbst, wie interessant das alles für euch ist. Ich freue mich über jeden Leser und jeden Kommentar!

An dieser Stelle danke ich Stanislav für die Umsetzung des Designs in Wordpress. Wenn jemanden etwas buggy vorkommt, bitte mit mir mitteilen (Kommentarfunktion), ich bin mir nicht wirklich sicher, ob der veraltete Internet Explorer 6 sauber unterstützt wird - für Safari, Firefox und co. dürfte das nicht gelten, da war nach eigenen Tests alles in Ordnung. Es werden noch einige zusätzliche Features folgen - nichts großartiges, aber man darf gespannt sein.

Über

Informationen über mich

Mein Name spielt keine Rolle. Das hier ist die Vergangenheit, kein Wiedersehen in der Zukunft.

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