Navigation
Inhalt

Video: Common feat. Lilly Allen - Drivin’ Me Wild (28. August 2007)

Mein Lieblingssong auf Commons “Finding Forever”, endlich das Video dazu.

Pathetic on his MySpace page half nekkid
It’s a shame what they do for fame and to be respected
Joe, you coulda got it if you never woulda stressed it

I guess we all been through it where we try too much
Losin yourself and you’re lyin and stuff
Wishin for the diamond cuffs, in search of a ring
Where love is not a mystery it’s everything

Vom Vereinsamen (26. August 2007)

Eine recht alte (etwa ein Jahr) autobiografische Kurzgeschichte. Es gibt noch viele andere aus dieser Reihe (”Vom Tango”, “Vom Abend”). Viele werden sie vielleicht noch nicht kennen, weshalb ich diese zumindest präsentieren will. Sie ist zeitlos und wird es bleiben, ein Ausdruck meiner Gedankenwelt. Ich stelle sie als Einleitung vor für die nächste, die demnächst kommen wird.

Vom Vereinsamen

Wie jede Nacht sitze ich dort draußen, auf der Veranda, das Buch in meiner Hand. Mein Blick löst sich von den Zeilen und schweift in die weite Nacht. Nach oben zum Firmament blickend, beobachte ich das Sternenmeer. Zahlreich offenbaren sie sich mir im dunklen Himmelsreich, die herrenlosen Lichter der Finsternis. Vertieft in ihnen, ersehne ich mir nur ihre Nähe, ersuche ihre Gesellschaft. Ihr vereint allwo, ich hier ganz allein…

Förmlich wird mein Herz vom zerrenden Schmerz in die Tiefen meiner Seele getrieben. Erfasst von der Qual, verformt sich mein Gesicht zu seinem unheilvollen Antlitz. Meine Seele hat sich der Einsamkeit gebeugt, sie ist Herrin über meine Wunschträume geworden. Hat neben mir Platz genommen, um mir in meiner Weltentfremdung auszuhelfen. Ihr treuloser Atemhauch küsst meine Wangen, ihre bitteren Klauen schlingen sich um meinen Leib. Sie beginnt mit ihrer grotesken Begattung, wirbt um mein abspenstiges Herz. Widerstrebend versuche ich mich aus ihrer Umarmung zu lösen, möchte ihren widerwärtigen Liebkosungen entfahren.

Mein Blick treibt himmelwärts, zu den Gestirnen, den stummen Kronzeugen des Missbrauchs. Jammernd flehe ich nach Erlösung, doch meine Geliebte erstickt meine Bitte, treibt mir ihre schwulstige Zunge in den Rachen. Sie ist die gefräßige Gemahlin und ich ihr auserwählter Bräutigam. Fremd ist ihr mein Wohl, sie will nur ihren Hunger stillen, mich demütigen. Sie wünscht sich sehnlichst, dass ich vor ihr auf die Knie falle und mich ohne jegliche Gegenwehr ihren Trieben beuge. Sie überkommt mich in willenlosen Atemzügen. überfällt mich, während Wunschträume mich streicheln. Reißt den Verstand in die Untiefe, wenn ich in unwilligen Süchten treibe. In ihrer Gegenwart verrottet die Glückseeligkeit, hinterlässt nicht mehr als deren Vergänglichkeit.

Ihrer Ouvertüre hat ein Ende gefunden und geht über in den eigentlichen Akt. Ihre düsteren Schenkel knoten sich um meinen Unterleib, zieht sie mich näher an sich, schabt ihre Dornen von Händen tief in meine Haut, als wenn sie mich überziehen wollte, eine Vereinigung herbeisehnt. Rhythmisch stößt sie mich abwärts in die Verdammung, prügelt sich mit meinem Körper ‘gen ihre eigene Krönung. Jeder Taktschlag raubt mir einen Teil meiner Unschuld, hinterlässt in mir eine triefende Wunde. Mein Herz quält sich durch diese Begegnung, erweckt in mir den letzten Hoffungsschimmer… Die Einsamkeit rauscht durch diesen Teufelsakt, spürt ihre höchste Sinneslust in naher Ferne, obgleich mein Mut ihr jähes Ersterben beschwört.

Mein Augapfel gebärt sie zur Welt, den Ausdruck meiner Trauer, dem ich mich nicht entziehen kann. Langsam ziehen sie ihre Bahnen entlang meiner Wange, hinterlassen einen Dunst von Wärme an meiner Haut. Die Einsamkeit bricht ihren Höllenritt ab, verrenkt sich vor dem Funkeln der Tränen, in denen sich das Licht ihrer himmlischen Brüder spiegelt. Schmerzverzerrt wie ich es war, löst sie sich vollkommen von mir und verschwindet in der Finsternis, aus der sie kam.

Vorfall in Guntersblum (24. August 2007)

Sollte für Sachkundige nichts neues sein, dass Guntersblum ein Hort der Rechtsradikalen ist. Aber sowas hätte ich wohl nicht erwartet.

Fremdenfeindlicher Angriff auf Sudanesen in Guntersblum (Main-Rheiner):

“Mit dem Ausruf „Den Neger machen wir platt!“ seien drei Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren auf die beiden Afrikaner losgegangen. Sie schlugen den 26-jährigen Sudanesen zusammen und traten zu. Ein Täter mit auffälligen Stiefeln zerschlug dabei eine Weinflasche auf dem Kopf des Sudanesen. Dem 39-jährigen Ägypter wurde der Rest der Flasche in Richtung Gesicht gestoßen. Der Hieb traf dabei jedoch die Hand, die der Angegriffene zum Schutz vor sich hielt, und durchtrennte einige Sehnen. Der Sudanese erlitt Prellungen und Schnittwunden, sein Freund muss operiert werden”

Hat sich alles letztes Wochenende beim Kellerwegfest abgespielt. Diesem Fest bleibe ich dank solcher Eskapaden auch grundsätzlich fern. Vor zwei Jahren, da hätte ich sogar aus Zivilcourage eines de Opfer sein könnnen…

Bleibt nur zu hoffen, dass die Täter gerechte Strafen erhalten. Ich bete für die Opfer dieser feigen Tat.

Freebeats Vol. 2 (23. August 2007)

Wie jeder weiß (oder sollte zumindest), bilde ich gemeinsam mit Scibo die Gruppe Mainz City Rhymes (MZCR). Vor längerer Zeit haben wir dort das erste Paket mit kostenlosen Beats an den Mann gebracht. Das allein hat über viele Monate gereicht, die Seite am Laufen zu halten.

Für unser kommendes Mixtape, welches wohl eher 2008 erscheinen wird, haben wir all unsere Beats mal durchgehört und selektiert. Einige davon werden wir als kostenlose Beats im Internet veröffentlichen. Das zweite Volume steht seit heute auf unserer Website zum Download bereit. Weitere folgen in den kommenden Wochen.

Ich hoffe, einige können was damit anfangen. Rückmeldungen sind wie immer gewünscht.

Download Freebeats Vol. 2 (12 MB, zip)

Ein deluxer Traum wird wahr!

“Seitdem läuft der Countdown. Die derbsten Beats werden gebunkert, die bestenReime beiseite gelegt, so nimmt das Werk über die nächsten drei JahreGestalt an…. das neue Dynamite Deluxe Album für alle Rap-Fans, diesich für ihr hart verdientes Geld nicht bedrohen und beleidigen lassenwollen, die zur Musik lieber mit dem Kopf nicken als ihn zu schütteln,und lieber feiern als fighten. Die Jungs haben sich einfach wieder dieZeit gelassen, die man für echte Qualitätsarbeit mitHaltbarkeitsgarantie benötigt. 14 Tracks für jedes Wetter, Musik zumFeiern, Auto fahren, randalieren und wieder aufräumen, chillen undnatürlich auch zum Auseinanderschrauben und wochen- bis monatelangdurchdiskutieren. Die Meteorologen sagen, 2008 wird Deluxe.”

Die offizielle Pressemitteilung von Deluxe Records. Und von wem ist die Rede?

Dynamite Deluxe


Dynamite Deluxe!

“Einen ersten Eindruck könnt ihr am 15.09.2007 ergattern, dann tritt die Formatio Dynamite Deluxe in München beim Juice 10 Jahre Konzert auf.”

Mann, was uns da erwartet? Im Frühjahr 2008 ist es dann soweit, ich kann mir das gar nicht vorstellen. Hoffentlich kein Gelaber von Sneakers und Caps.

In diesem Sinne:

Your hands, your smile… (22. August 2007)

Prioritäten

Vor etwa 2 Wochen ist mir auf dem Heimweg von der Arbeit eine Heuschrecke gegen die Wundschutzscheibe geflogen. Dieses Insekt nahm genau auf der Fahrerseite platz, es war mir während der Fahrt unmöglich, es von der Scheibe zu nehmen. Stattdessen musste ich langsamer fahren (auch auf der Autobahn), da ich a) das Wesen nicht verletzen oder töten wollte und b) vermeiden wollte, dass es auf dem grauen Asphalt der Bundesstraße strandet und dort sein Ende nimmt. Während der Fahrt gab es immer wieder Momente, wo ich um sein Leben bangte, aber ich schaffte es sicher nach Hause und konnte die kleine Schrecke in unserer Grünanlage aussetzen.

Am nächsten Tag, dieses Mal auf dem Weg zur Arbeit, passierte etwas ähnliches mit der Windschutzscheibe: DIeses Mal war es aber kein leichtes Insekt, dass Platz nahm, sondern ein Stein, der direkt auf meiner Seite einschlug. Er war von einem der beiden vorbeifahrenden LKWs gefallen und hatte einen Riss hinterlassen. Auch wenn der Riss bedrohlich war, war es mir egal - wie gewohnt bin ich zur Arbeit gefahren und habe mein Auto abgestellt. Kurzer Anruf bei der Versicherung über die weitere Vorgehensweise zu klären, anschließend zur Autoglaserei, wo ich mein Auto bis zum nächsten Tag gelassen habe. Nach Hause gekommen bin ich mit dem Zug - es hat stark geregnet, der Weg vom Bahnhof bis zu meinem Hause dauert ca. 30 Minuten. Natürlich hatte ich keinen Regenschirm dabei, denn ich hatte mit der Situation nicht gerechnet. Ich war aber froh darüber, denn es war ein schöner Moment, in den fallenden Wassertropfen…

Mein Vater, zeigte mir einmal wieder, dass 40 Jahre deutsche Bürokratie mit Denunziantentum, nicht an ihm vorbeigegangen sind und regte sich über den Steinschlag mehr auf als ich. Wenn’s nach ihm gegangen wäre, hätten die LKWs für den Schaden gezahlt. Mir war’s egal, ich hätte sogar alles gezahlt, was aber durch die Versicherung nicht der Fall war. An mir ging das alles mehr als spurlos vorüber.

Wäre der Grashüpfer am Tag zuvor während der Fahrt um das Leben gekommen, hätte es mir weit aus mehr geschmerzt, als der Steinschlag am nächsten Tag. Meine Scheibe ist kaputt gegangen und wurde ausgetauscht, mir selbst ist elhamdullilah nichts passiert. Wäre das Insekt gestorben, hätte niemand es austauschen können…

Nur ein kleiner Denkanstoß an all die Diletanten, mit denen ich auch im täglichen Leben konfrontiert bin. Leidenschaft an der richtigen Stelle. Ich achte sehr auf die Dinge, die ich ausführe, aber verschwende meine kostbare Zeit nicht mit unsinnigen Geschichten.

Was sind siebzig Jahre Lebenszeit verglichen mit der Ewigkeit?
Wozu Geld und Autos, wenn am Ende nur die Seele bleibt?

Kollegah - Sommer

Anmerkung: Grundsätzlich ist der Autor dennoch froh, wenn nichts zu schaden kommt, seien es Lebewesen oder Autos.

Degenerierte Seelen

In letzter Zeit bin ich sehr in meinen Arbeiten vertieft. Beruflich wie auch privat bin ich zugedeckt mit Pflichten. Versteht mich nicht falsch: Ich fühle mich nicht gestresst, sondern bin froh darüber: So kommt nie Langweile auf. Und Langweile ist für viele Menschen das Hauptproblem. Zumindest für die Menschen unseres Kulturkreises. Langweile gekoppelt mit vielen anderen Dingen. Schlagwörter: Vereinsamung, Leistungsgesellschaft, Materialismus, Fehlen von Werten.

”Wenn du die Einsamkeit nicht ertragen kannst, dann langweilst du vielleicht auch andere”, sagte einmal Oscar Wilde. Sehr treffende Worte, wie ich sagen muss. Ich bin strikter Einzelgänger, habe kaum etwas mit anderen zu tun. Zum einen, weil ich mit meinen Interessen kaum Anschluss finde, zum anderen, weil mir auch das schlichtweg das Interesse an anderen fehlt. Wo viele jetzt verzweifeln würden, dass als Problem sehen würde, gehe ich gelassen damit um, bin sogar glücklich mit meiner Situation.

Neulich habe ich etwas Interessantes von Coelho (”Der Alchimist“, „Der Zahir“) gelesen: Es ging dabei um japanische Koi-Karpfen, sicherlich vielen ein Begriff. Diese Fische passen ihr Wachstum der Größe Ihres Habitats an. In einem Aquarium werden sie nicht viel größer als 10 cm, in einem großen Teich dagegen bis zu einem Meter. Ähnlich verhält es sich mit uns: Menschen mit einem geringen Horizont nennt man nicht umsonst Kleingeister. Dabei hat es nichts mit Böswilligkeit zu tun: Viele sind sich dessen gar nicht bewusst. Viele Menschen gehen ein in ihren Problemen, dabei liegt es nicht immer an der Situation, sondern an der Sichtweise und den eigenen Fähigkeiten. Als Philanthrop bekommt man die Möglichkeit, tiefer in andere zu blicken. Dabei ist mir häufig aufgefallen, wie minderwertig sich viele sehen. „Das schaffe ich nicht.“ „Ach, das ist nicht so einfach. Ich kann es nicht so einfach tun.“ Weil man so festgefahren bzw. eingeschränkt in seiner Sichtweise ist, Bequemlichkeit durch innere Blockaden. Warum soll ich etwas ändern, anders an die Sache gehen? Es ist zum Scheitern verurteilt. Stattdessen rede ich mit meiner besten Freundin, löse damit die Lage temporär (durch Verdrängen), bis ich nächste Woche wieder mit Tränen einschlafe. Shit don’t stop till the casket drops: War es mit 17 der schlimme Ex-Freund, sind es mit 21 Probleme mit dem Studium, mit 27 der Beruf. Es wird sich wie ein roter Faden durch das Leben ziehen.

Probleme wird es immer geben, was wäre das Leben denn ohne sie? Man kann das auf und ab nicht vermeiden. Und der, der’s versucht, steckt irgendwann in der Identitätskrise. Ja, aber man versucht es gerne wieder. Flüchtet sich hinter die Dior-Brille, keiner wird die Tränen sehen. Denn mit einem Papi chulo an der Seite lebt es sich einfach. Er bringt die Kohle heim, ich gebe ihm dafür meinen Körper. Liebe braucht die Welt nicht, Geld sichert das Überleben. Ich habe so etwas am eigenen Leib erfahren, deshalb bin ich wohl etwas sensibilisiert. Nur, irgendwann denkt sich der Papi chulo folgendes: Du bist für mich wie die gestrige Tageszeitung. Am Morgen brisante Neuigkeit, gegen Mittag allseits bekannt und am Abend vergessen. Und so werden sie Nomaden der Liebe, grasen die Landschaft ab auf der Suche nach Sicherheit oder auch Geld. Traurige Tatsache: Manche machen das schon seit Generationen und über mehrere Kontinente hinweg.

Und dabei haben wir’s im Westen doch besser als andere. Reich sind wir, an materialistischen Dingen, aber arm an Geist und Seele. Es ist ein Hoffnungsschimmer, wenn Leute nach Gott suchen, doch viele flüchten sich lediglich in Gott. Gerade in schweren Zeiten sind Bibel und Qur’an eine große Hilfe, die dem Leben Tiefgründigkeit verleihen. Sind die Probleme wieder fern, ist es Gott auch. Oder aber, man ist als wiedergeborener Christ dem Fanatismus verfallen. Auch nicht zielführend, Stichwort kleiner Fisch.

Man muss kein Bücherwurm sein. Flucht ist nie eine Lösung. Konfrontation mit den eigenen Schwächen, Ängsten und Zweifeln lautet die Devise.

Falschnachricht vom Vatikan (19. August 2007)

Gestern machte die Meldung die Runde, dass im Iran ein Christ wegen einer Bibel im Auto ausgepeitscht wurde. Die Nachricht selbst stammt von Radio Vaticana. Ein paar wenige Nachrichten haben darüber berichtet, Stefan Herre und sein Blog waren natürlich auch darunter. Keiner hatte eine andere Quelle als das vatikanische Radio.

Nur heute, da geht der Link zur Originalnachricht irgendwie nicht mehr. Die Nachricht wurde aus dem Internet genommen.

Radio Vaticana hat die Nachricht wieder gelöscht, weil kein Christ mit 34 Peitschenhieben bestraft wurde. Die iranische Verfassung garantiert auch Minderheiten (Christen, Juden und Zoroastrier) die Ausübung ihrer Religion (Artikel 13). Es sitzen sogar Christen im Iranischen Parlament - das wäre doch ein Widerspruch zur Auspeitschung.

Ich kann hier nur wieder sagen: Kritisch sein, wissend sein. Nicht alles glauben, was man mal schnell liest, sondern recherchieren. Da schneidet sich P.I. in’s eigene Fleisch, wenn man vorher noch großartig tönt, man müsse die Massenmedien hinterfragen. Ich habe erst vor kurzem über die virtuelle Welt der Medien berichtet, schönes Beispiel.

Ganz klar: Iran hat noch viele Probleme, die es zu beseitigen gilt. Hier aber ein klares Beispiel, wie man unnötigen Hass schürt.

Japanischer Hip Hop: Rip Slyme (18. August 2007)

Kennt hier eigentlich wer japanischen Hip Hop? Ich bin durch einen internationalen Music-Channel mal auf einige Gruppen gestoßen, eine davon ist Rip Slyme.

Das relativ neue Video zu “Nettaiya” ist eine Sache für sich - die Tänzerinnen sind alles Pornodarsteller - aber das Lied an sich gefällt mir sehr gut, auch wenn ich kein Wort verstehe. Auf jeden Fall einen Blick bzw. ein Hören wert. Es gibt da noch ganz andere Gruppen in Japan mit sehr guten Produktionen, sehr jazzig.

Next Page »
Sidebar